Von der Executive Assistant zum Manager Debt & Finance – wie kam es dazu und haben dir die gesammelten Erfahrungen im Karriereverlauf geholfen?
Definitiv. Ich habe zwar als Quereinsteigerin bei ehret+klein begonnen, konnte aber durch meine Aufgaben als Executive Assistant von Michael Ehret einen umfassenden Überblick über die unternehmensstrategischen Zusammenhänge gewinnen. Da Herr Ehret schon damals sehr stark in den Ankauf unserer Projekte eingebunden war, habe ich hier umfassende Einblicke in die Akquise erhalten, was mir beim Wechsel in das entsprechende Team sehr geholfen hat. Hier konnte ich dann Erfahrungen in den Bereichen Due-Diligence und Projektkalkulation sammeln, was eine sehr gute Grundlage für meine aktuelle Rolle war.
Deine Rolle als Executive Assistant war ja noch viel mehr als ursprünglich geplant – Griechenland war hier sicherlich ein großes Thema, oder?
Das stimmt – während meiner Zeit als rechte Hand von Michael Ehret hat sich die Expansion nach Griechenland ergeben. Hier übernahm ich – ergänzend zu meinen aktuellen Aufgaben – die Projektleitung und betreute sowohl den Ankauf als auch die Planung und Realisierung eines Büro-Neubaus in Athen, der 2024 fertiggestellt wurde. Diese Zeit war gleichermaßen herausfordernd, wie motivierend, weil ich wahnsinnig viel gelernt habe und weit über die Grenzen meiner eigentlichen Rolle hinauswachsen konnte.
Deine Arbeit ist sicherlich sehr stressig – was machst du, um neue Kraft zu tanken?
Ich bin leidenschaftliche Rennradfahrerin und gehe im Winter gern auf Skitouren. Dass das Rennradfahren auch Teil der Kultur bei ehret+klein ist, trifft sich natürlich gut. Ich habe schon oft mit meinen Kollegen eine Runde um den Starnberger See gedreht, um den Feierabend ausklingen zu lassen oder beim Real Estate Cycling teilgenommen, bei dem Spenden für soziale Projekte gesammelt werden. Eine wirklich coole Option, sein Hobby mit dem Beruf zu verbinden!
Was macht deiner Meinung nach einen guten Property Manager aus?
Und wie spiegelt sich das in deinem Alltag wider?
Für mich steht der persönliche Kontakt im Mittelpunkt – sowohl zu unseren Auftraggebern als auch zu den Mietern. Property Management heißt für mich, Beziehungen zu gestalten und Bedürfnisse wirklich zu verstehen. Natürlich gehören administrative Aufgaben dazu, doch sie sollten nicht unseren Alltag bestimmen. Deshalb ist es mir wichtig, Prozesse regelmäßig zu prüfen, an neue Gegebenheiten anzupassen und Technik gezielt einzusetzen, um Routinearbeiten zu reduzieren. So bleibt mehr Raum für das, was zählt: Menschen, Lösungen und Qualität in der Betreuung. Außerdem bin ich überzeugt, dass jeder Property Manager seine Objekte regelmäßig persönlich sehen sollte. Nur wer vor Ort ist, versteht die Immobilien wirklich – und kann sie entsprechend verantwortungsvoll managen.
Welchen Ansatz verfolgst du als Teamleiter?
Im Team setze ich auf offenen Austausch und gegenseitiges Vertrauen. Mir ist wichtig, dass wir nicht nur über Aufgaben sprechen, sondern auch über Themen, die uns im Alltag beschäftigen. So entstehen neue Ideen und echte Zusammenarbeit. Gleichzeitig achte ich darauf, dass unsere Arbeitsprozesse effizient und modern bleiben. Routine darf uns nicht bremsen – sie soll uns den Rücken freihalten für das, was wirklich Wert schafft: den Kontakt zu unseren Kunden und Mietern.
Was ich an ehret+klein wirklich schätze, ist die hohe Eigenverantwortung, mit der man sich seinen Aufgaben widmen kann. Dies hat es mir ermöglicht, mich von der dualen Studentin hin zur Marketing Managerin zu entwickeln. Neugier, Ehrgeiz und eine Hands-on Mentalität sind hier meines Erachtens der Schlüssel für jeden, der seine berufliche Entwicklung selbst in die Hand nehmen will - man kann seine Rolle selbst definieren. Mittlerweile betreue ich eine Vielzahl von Projekten, für die ich nicht nur Vermarktungskonzepte entwickle, sondern auch eigenständig umsetze.
Was begeistert dich an deinem Beruf? IT ist ja nicht jedermanns Sache.
Stimmt! Und dennoch müssen wir uns alle tagtäglich mit diesen Maschinen auseinandersetzen. Ohne IT geht heutzutage eben nichts mehr. Das war mir vermutlich beim Zusammenbauen meines ersten PCs im Alter von 6 Jahren noch nicht bewusst, aber das Thema hat mich seitdem unglaublich fasziniert!
In meiner bisherigen Laufbahn konnte ich viele Eindrücke sammeln, sei es als typischer Systemadministrator – ganz allein im kalten Serverraum (wie man sich den ITler als Klischee wohl so vorstellt) – oder aber als Consultant im Bereich Microsoft 365. Letzteres ist genau mein Ding. Ich liebe den Austausch mit Menschen – ohne Ticket – sondern persönlich bei uns in der IT-Abteilung!
Vor einigen Jahren warst du ja bereits als externer Dienstleister – u.a. auch für ehret+klein – tätig. Wie ist es, nun selbst Teil des Teams zu sein?
In den 10 Jahren als IT-Dienstleister konnte ich eine fundierte Wissensgrundlage in sämtlichen Bereichen der IT schaffen. Durch die Betreuung der unterschiedlichsten mittelständischen Unternehmen, von der Arztpraxis bis zur Zytologie, konnte ich verschiedenste Prozesse umsetzen und eine Vielzahl von Softwarelösungen kennenlernen.
Explizit bei ehret+klein hat mich damals bereits die Arbeitsatmosphäre, der positive Teamgeist sowie das hohe Niveau, mit dem die Projekte realisiert werden, sehr beeindruckt. Nun meinen Teil dazu beitragen zu können, macht mich glücklich.
Die Immobilienbranche gilt ja nicht unbedingt als innovative Hochburg für Software – wo siehst du Entwicklungspotenziale für die Branche?
Ich denke das lässt sich nicht pauschal nur für die Immobilienwirtschaft sagen! In der heutigen Zeit stehen viele Branchen vor der Herausforderung, den Mehrwert neuer IT-Technologien zu erkennen und für sich zu nutzen. Vor allem aber müssen die Mitarbeitenden abgeholt und im Change begleitet werden. Heutzutage können wir sowohl auf bewährte als auch neue IT-Infrastrukturen zurückgreifen, die uns das tägliche Arbeiten erleichtern. Meine Mission: Die digitale Kollaboration noch weiter vorantreiben, denn ich liebe und lebe modernes Arbeiten.
Warum hast du dich für ein mittelständisches Unternehmen entschieden?
Kurze Wege, schnelle Entscheidungsfindung, positiver Teamgeist waren die überzeugenden Kriterien.
Was war dein größter bisheriger Erfolg im Projekt?
Die Fertigstellung und Übergabe der Wohnungen im Quartier am Papierbach in Landsberg am Lech und damit verbunden auch die glücklichen Gesichter der neuen Eigentümer und Bewohner. Bei mir entsteht dadurch das Gefühl, einen bleibenden Mehrwert zu schaffen.
Welche Herausforderungen stehen noch bevor?
Die Entwicklung des Gesamtquartiers im aktuellen Marktumfeld umzusetzen und die Vision des Quartiers mit den Stakeholdern umzusetzen.
Kannst du dir vorstellen dort zu leben?
Wenn architektonische Qualität und Vision stimmen, auf jeden Fall. Wichtig sind für mich ein familiäres Umfeld, nachhaltige Immobilien, kulturelle und soziale Vielfalt und ein architektonisch anspruchsvolles, hohes Niveau. In meinen Augen bietet das Quartier in Landsberg genau das.
Unsere Gesellschaft befindet sich in einer multidimensionalen Transformation, die zu massiven Veränderungen in unseren sozioökonomischen Strukturen führt. In dieser Lage bedarf es gerade in der Immobilienbranche neue Denk- und Lösungsansätze. Wie können wir unsere bebaute und unbebaute Umwelt im Sinne einer ökologischen und sozialen Raumentwicklung verbessern? Die nötige Trendwende kann nur durch eine branchenübergreifende Kooperation, schöpferischen Pioniergeist und kluge Wertschöpfungsstrategien gelingen. Bei Ehret+Klein finden sich diese Attribute sowohl in den Projekten als auch bei der Personalentwicklung wieder. Man kann an einer humanzentrierten Stadtentwicklung mitwirken – nicht nur als Mitarbeiter, sondern als Mitgestalter. Gerade diese Möglichkeit der unternehmerischen Eigeninitiative und Offenheit für neue, innovative Ideen machen das Arbeitsumfeld hier für mich besonders attraktiv.